Individual Faschingsturnier

von Werner Damberger 

So manche Individuen liefen an diesem sonnigen Winternachmittag rund um Gmünd durch die Gegend: Bauarbeiter, Straßenarbeiter, Kapitän, Priester, Clown, verkleidet als sich selbst und in gewohnt souveräner Manier und vor allem cool und chillig unsere Chefin. Getragen von „love & peace“ war unsere Präsidentin bei ihren Einführungsworten derart überwältig, dass sie erstmals sogar im Sitzen vorgetragen hat. Leckerlies in Form von Mohnzelten verteilte unsere Straßenarbeitern an alle – besten Dank!

Gleich im ersten Board spielte ich mit Hedwig (meine erste Partnerin bei einem Hausturnier im Club vor 4 Jahren). Im zweiten Board schaffte es die Hedwig unsere Gegner (trotz 29 gemeinsamer Punkte) in 3 Karo zu halten. Im Board 14 eröffnete ich mit 1 NT (15 Punkten) und unser Kapitän Georg steuerte mich (mit 14 Punkten) äußerst mutig in 6 NT, das ich auch erfüllen durfte. Da sonst keiner diesen seemännischen Mut hatte, war ein Top für uns die Folge.

Ihre entspannte Ruhe verlor die Margit dann als meine Partnerin, als sie (mit einem Buben als höchste Karte) 4 Pik im Kontra spielen durfte. Mit einem erleichternden „Pfau“ erfüllte sie pflichtbewusst die Aufgabe – wieder ein top für uns (ich hatte 18 Punkte in Händen). Mit 20 Punkten kontrierte ich ein 3 Pik von Sieglinde, die sie allerdings erfüllte – ich war wieder mal zu mutig und ein Nuller war uns gewiss.

Sonst habe ich für mich keine weitere herausragende Partie notiert, was sich schlussendlich mit guten 50 % für mich niederschlug.

Ein paar bemerkenswerte Spiele gab es dann doch noch:

-          Ein angesagten „Opferungsschlemm“ in 6 Treff brachte im Kontra mit sechsmal nicht 1.700 für die Gegner.

-          Beim gefährlichen Board 13 wurde meist 3 NT gespielt mit einmal -4 und andererseits auch mit +2.

-          Beim Board 22 wurde viermal der Schlemm in Ohne angesagt und nur gegen Klaus und mich von Helgard erfüllt.

 

Ach ja die Sieger: die waren wieder die üblichen Verdächtigen: 1. Emma mit fast 70 % (Zitat: ich mag Individuals eigentlich nicht); 2. Sieglinde und 3. Peter.

Alle 25 Teilnehmer konnten sich abschließend Preise aussuchen, wobei das größte Packerl keiner wollte – es war viel Luft aus Nondorf drinnen, aber auch vielversprechende Rubbellose.

Lustig war das Turnier wieder allemal, ob es jedoch 2020 in gleicher Form stattfinden wird, steht noch in den Sternen.