Bericht Faschingsturnier 2020

Kaum dass der Weihnachtstrubel zu Ende war, lud unser Waldviertler Bridgeclub zum alljährlichen Faschingsturnier ein. Beim Traxler im Malerwinkel fanden sich dann allerlei schön-, lustig- oder skurril- gekleidete Teilnehmer ein, die sich gegenseitig am Anblick der anderen erfreuten. Unter anderen waren im Spielraum eine Erdbeere, eine Waldelfe, ein Scheich mit seiner blonden Lieblingsfrau, eine Biene, eine Maus, eine schwarze Katze, ein Teufel, ein Arzt mit weißem Kittel und Stethoskop, bereit für alle Notfälle, ein Dandy mit Schnurr- und Spitzbart, ein alternder Künstler mit langer grauer Mähne und besonders bemerkenswert Manfred als Kind-Clown und seine Partnerin Margit als entzückender weiblicher Vampir. Sie war aber nur beim Bridgespiel gefährlich, ansonsten spendete sie mit Stärkungsdrogen, die sie aus einer großen herzförmigen Dose entnahm, Linderung bei Schwächeanfällen nach anstrengenden Spielphasen. Wir konnten auch Gine Guschlbauer und Axel Friedberg aus Wien begrüßen, die extra die lange Fahrt auf sich genommen haben, um als Glückspilz und Indianer bei unserem Faschingsturnier dabei zu sein.

Zur guten Laune trug auch ein riesiges Tablett köstlicher Faschingskrapfen, gespendet von unserer Helga Usnik, bei. Vielen Dank!

Da es bei einem Faschingsturnier etwas lockerer und lustiger als bei anderen Turnieren zugehen sollte, hatte der Vorstand eine Sonder-Bridgeregel vorgeschlagen, und zwar: Bei allen Boards sollte in der ersten Bietrunde jeder ein Lizit abgeben, ob er Punkte hat oder nicht. Erst dann würde man passen oder weiter lizitieren dürfen. Für einige war nicht nachzuvollziehen, inwieweit diese Regel zu einem lustigerem Spielverlauf beitragen würde. So einigten wir uns letztendlich darauf, diese Spielweise nur bei 2 ausgewählten Boards zu erproben. Mit dieser Änderung waren alle zufrieden und wir gingen fröhlich ans Spielen. Unsere Austeilungen waren sehr ausgewogen; einmal hatten wir, ein anderes Mal die Gegner die besseren Karten. Nur beim Spiel mit Steurers war das Kartenglück (und natürlich auch das Können) auf ihrer Seite und sie machten bei beiden Boards einen Schlemm! So erreichten sie in der Gesamtwertung den 2. Platz, Margit und Manfred den 3. hinter dem Siegerpaar Sieglinde und Gerhard.

Nach dem Turnier kam die Entspannung mit fröhlichem Auspacken der mitgebrachten Geschenke und dem traditionellem „Heringsschmaus“, diesmal als Buffet zusammen mit Thunfischsalat und Wurstsalat aufgebaut, was sich sehr gut bewährte. Es wurde viel geplaudert und ein gutes Glaserl Wein genossen.

Alles in allem war es ein gelungenes Turnier. Es wäre aber doch zu überdenken, wie wir nächstes Jahr das Faschingsturnier gestalten sollten: ob wir ganz normal spielen, nur halt mit freiwilliger Verkleidung, oder ob wir wieder ein Individualturnier veranstalten, um die Kameradschaft statt den Ehrgeiz in den Vordergrund zu stellen. Es wäre aber auch möglich beim Paarturnier zu bleiben, aber so wie es Emma und Peter uns schon diesmal vorgezeigt haben, indem sie nicht wie üblich miteinander spielten. So würden viele Paare mit unterschiedlicher Spielerfahrung entstehen und die sonst einigermaßen vorhersehbaren Ergebnisse kräftig durcheinanderwirbeln!

Anne und Horst Preier