Bericht Erntedankturnier

Erntedankturnier

von Emma Lauter 

 

Bevor ich vom Erntedankturnier erzähle, muss ich euch unbedingt eine Partie vom Freitag schildern: Peter ist Teiler und eröffnet mit 1 NT. Ich halte folgendes Hammerblatt in Händen: PIK AKDBx, Herz x, Treff ADBxxxx. Da kommen schon Schlemmgelüste auf. Mit 2 Pik transferiere ich in Treff und kann es fast nicht glauben, Peter antwortet mit 2 NT. Er sagt mir damit „Ich habe mindestens drei Treffkarten, eine davon ist eine Figur (hätte er weniger Treff oder keine Figur, wäre die Antwort 3 Treff gewesen)“. Damit ist meine Treff geschlossen. Mit 3 Pik biete ich Peter noch meine zweite Farbe an. Er lehnt mit 3 NT ab. Jetzt muss ich nur noch heraus bekommen, ob Peter die fehlenden zwei Asse hat, dann kann ich 13 sichere Stiche zählen. Und tatsächlich Peter lizitiert auf 4 NT 5 Pik, 2 Asse und 1 König. Also 7 NT aufgelegt. Richtig schön, wenn man sicher weiß, dass eine angesagte Partie auch geht. Was ich allerdings gemacht hätte, wenn Peter nur ein As lizitiert hätte, weiß ich nicht ………

 

Aber jetzt zum Erntedankturnier: Nach anfänglichem Ärger, weil eine Teilnehmerin zu spät kommt, bringt Margit mit den passenden Worten die Stimmung wieder ins Lot. Sie begrüßt alle, vor allem unsere Gäste aus St. Pölten ganz herzlich und bedankt sich bei unseren Wirtsleuten für die Gratisgetränke zur Jause. Sie bringt uns alle zum Nachdenken, wofür wir alle in Zeiten der Pandemie dankbar sein können: Dass wir nicht krank wurden oder einen milden Verlauf hatten, dass wir am Land jederzeit ins Freie können, dass wir lernten anders Kontakt zu halten, dass wir nun Online Bridge spielen können, dass wir uns jetzt wieder begegnen dürfen und, und, und. Sie regt uns auch an, unser eigenes Danke zu überlegen.

 

Dann geht es ans Bridge. 27 Board warten darauf lizitiert und gespielt zu werden. Es gibt eine einzige Saalpartie, alle haben 3 NT gespielt, immer wurde mit Pik angegriffen und alle Alleinspieler haben 9 Stiche erzielt. In 6 Partien wurde zumindest immer die gleiche Farbe, wenn auch in unterschiedlichen Höhen angesagt. Bei 16 Partien wurden zwei unterschiedliche Farben und in 4 Partien wurden gleich drei unterschiedliche Farben gespielt. Nur zweimal wurde ein Schlemm lizitiert, beide Male erfüllt. Aufregung gab es noch als in einer bereits 4mal gespielten Partie der Karo Dreier zweimal auftaucht. Das hätte doch schon längst auffallen müssen……….. Das Rätsel war schnell gelöst. Am vorherigen Tisch gab es ein Blatt mit 14 Karten. Nach einigem Suchen, fand man heraus, dass in der gerade gespielten Partie eine Karte fehlte. Also wurde die überschüssige Karte wieder an die richtige Stelle gebracht. Leider war es nicht die richtige Karte……. Ja, ja, es hat schon seinen Sinn, warum in den Boards immer abwechselnd Karten mit rotem und blauem Rücken stecken. Bitte beim nächsten Kartentausch aufpassen.

 

Schlussendlich haben Helgard und Werner die 27 Boards am Besten behandelt, dahinter landeten Anne und Horst am zweiten und Margit und Manfred am dritten Platz. Lauter Mixed-Paare fällt mir gerade auf. Bei der Urteilsverkündung gibt es kleine Geschenke für alle. Auch für unsere Wirtsleute ist eine Kleinigkeit dabei, verbunden mit einem großen Danke für das Erfüllen (fast) aller unserer Wünsche. Alle die „trachtig“ angezogen sind, werden noch für die Homepage fotografiert. Heuer sind die Männer in der Überzahl!

Ein paar bleiben noch sitzen und trinken dankbar noch ein Gläschen…………