Noch ein Bericht vom Ganslturnier

Prolog

 

Wir durchleben eine ganz besondere Zeit. Die Einladung erfolgt am 19. Oktober 2021 in einer Situation, in der Covid 19 gezwungenermaßen ein Thema ist. Ein Teil unserer Clubmitglieder (fast alle sind geimpft) fühlt sich mit passendem Hygienekonzept ausreichend im normalen Spielbetrieb geschützt und kommt regelmäßig zum persönlichen Spiel nach Gmünd und Vestenöting.

Alle unsere Clubmitglieder spielen und leben nicht nur FÜR Herz und Hirn sondern auch MIT Herz und Hirn – wir haben einander noch alle vollzählig im Club und können darüber wirklich froh und dankbar sein.

Manche Clubmitglieder nutzen aus verschiedensten Gründen vorrangig BBO – auch zu diesen gelingt es, den Kontakt durch das Montagsturnier, durch Challenges oder ähnliche Aktivitäten zu halten. Viele von uns werden die zweitbeste Art Bridge zu spielen auch in Zukunft nutzen - davon bin ich überzeugt.

Wir spielen am Samstag den 6.11.2021. Die Situation hat sich dramatisch verschlechtert: Unser Bezirk schrammt gerade noch an Ausreisekontrollen vorbei. Vielleicht gelten sie auch schon seit 0:00 Uhr – so genau wissen wir es nicht. Herr Bundeskanzler Schallenberg hat am Vortag verkündet , dass ab dem kommenden Montag überhaupt nur mehr geimpfte und genesene Personen die Gastronomiebetriebe besuchen werden dürfen. Dieses Turnier ist also vorläufig die letzte Gelegenheit für nicht geimpfte oder nicht genesene Clubmitglieder persönlich Clubturniere zu spielen.

Alle noch berufstätigen Clubmitglieder erleben laufend Änderungen und Verschärfungen unter denen sie arbeiten DÜRFEN. Ich zum Beispiel bin geimpft. Im Falle eines Infektionsnachweises, bei dem ich als Kontaktperson angegeben werde, bin ich als Person ohne Symptome K2 Person mit Verkehrsbeschränkung: Ich muss meinen Gesundheitszustand beobachten und bei Auftreten von Symptomen testen gehen. Ich DARF weiterhin arbeiten UND MUSS Menschenansammlungen meiden. Für mich als Berufstätige „steht also einiges auf dem Spiel“ im wahrsten Sinne des Wortes – ich MUSS auf größtmögliche Sicherheit achten. Weil es sehr unangenehm wäre, dem Arbeitgeber melden zu müssen, dass man sich angesteckt hat. Noch unangenehmer wäre es meinem Empfinden nach, wenn ich erklären müsste, dass ich mich bei einer Freizeitaktivität angesteckt habe.

Selbstverständlich wäre das alles für selbstständig erwerbstätige Clubmitglieder noch schwerwiegender.

So wird es auch nachvollziehbar, dass heute begeisterte TurnierspielerInnen des Clubs fehlen.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat Margit gebeten, sich zusätzlich (zum vorgeschriebenen 3 G Nachweis) auch möglichst knapp vorher noch freiwillig zu testen.

 

 

Mittagessen und Begrüßung

 

Der Chef der Kaminstube Schwarzenau kontrolliert unsere Nachweise am Eingang. Alle SpielerInnen treffen ein. Wir werden zu einem Begrüßungs-Sekt von Anneliese eingeladen – und haben die Gelegenheit zu gratulieren. Sie wird bald ihren runden Geburtstag feiern.

Wir genießen Essen a la Carte und Gansl auf Bestellung. Rudi Bina wird mit mir spielen. Sein Vater war ein sehr erfolgreicher, international agierender Bridgespieler, einer seiner Söhne war im Jugendnationalteam ebenfalls ein Spitzenspieler. Er hat netterweise seine Gattin und seinen zweiten Sohn zum Ganslessen mitgebracht. Wir unterhalten uns gut und lernen uns kennen.

Margit hat Geschenke mitgebracht und hat wie gewohnt eine kleine Rede für die Jubilarin – fast bin ich versucht zu sagen für das Geburtstagskind – unsere jung gebliebene, mode- und stilbewusste, humorvolle Anneliese vorbereitet.

Sie gibt das Wort auch an mich. Ich bitte darum, sich beim Spiel maximal zu schützen und verteile die von mir mitgebrachten ffp2 Masken.

 

 

FOTO MASKE

 

 

Meine Geschenke werden angenommen und teilweise auch beim Turnier verwendet.

Werner begrüßt die Gästepaare des Clubs West Wien (zufällig ist dort auch der Sportclub RAPID angesiedelt) und besonders Herrn Michael Kalchbauer, den er durch seine ÖBV-Aktivitäten kennen gelernt hat.

Das Turnier wird in einem hellen, luftigen Veranstaltungssaal der Kaminstube gespielt. An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei Monika sehr herzlich bedanken. Sie hat im Vorfeld den Chef der Kaminstube überzeugen können, dass wir in diesem Saal essen und spielen dürfen.

 

 

persönliche Anmerkungen zum Turnier

 

Gerhard Datler hat dankenswerterweise die Ausrüstung mitgebracht und auch die boards vorbereitet. Die Paare sind schnell mit Startnummern versehen. Es sind zwei boards pro Runde zu spielen. Gegen zwei Paare werden wir nicht spielen.

Der Verlauf ist ausgesprochen harmonisch. Kein einziges Mal wird nach der Turnierleitung gerufen. Diskussionen zwischen BridgepartnerInnen laufen zivilisiert ab. Ich empfinde das als sehr angenehm.

Die Verteilungen waren zum Teil sehr ausgefallen und sind auch unserer Präsidentin Margit so bemerkenswert erschienen, dass sie es auf der Homepage vermerkt hat: „Das Spiel bot wirklich ausgefallene Verteilungen (z.B. eine 10er Herz!!!) mit vielen Möglichkeiten um Schlemm zu spielen (auch 7NT) – Gerhard hatte gut gemischt.“

Rudi erweist sich als sehr aufmerksamer Bridgepartner:

Er merkt mir meine Nervosität an der Nasenspitze an und wirkt beruhigend und aufmunternd auf mich ein. Wir haben beide Spaß an diesem für mich sehr spannenden Turniernachmittag. Er erklärt mir geduldig alles was ihm auffällt. Ich kann ihn als Spielpartner sehr empfehlen.

Ich hoffe, dass er sich uns immer wieder einmal anschließen wird. Freitags könnte er als Spielpartner angefragt werden, mittwochs ist Rudi als leidenschaftlicher Fußball-Fan sehr oft an das TV Gerät gefesselt ….

 

 

Das Ergebnis

 

Die Wertungen liegen sehr eng beisammen, oftmals unterscheiden sich nur die Nachkommastellen.

Sieglinde und Gehard können das Turnier für sich entscheiden.

Margit führt die Siegerehrung routiniert und herzlich durch, kleine Aufmerksamkeiten verteilt sie dabei ebenfalls

 

  • Sieglinde Romeder, Gerhard Wustinger 59,62%
  • Ingrid und Rainer Poppinger 58,33%
  • Anne und Horst Preier 56,94%
  • Manfred Veith, Margit Jungbauer 56,25 %
  • Inge Pollmann , Rudi Bina 55,21%
  • Anneliese und Klaus Steurer 53,82%
  • Christine Seger, Michael Kalchbauer 53,13%
  • Helgard Brunner, Werner Datler 52,78%
  • Katharina Kropf, Maria Sauer 48,61%
  • Helga Helmreich, Trude Höcker 47,22 %
  • Gabriele Simon, Susanne Kruckenhauser 44,79%
  • Monika Peternell, Werner Damberger 44,10%
  • Franz Zimmermann, Gerhard Datler 43,75%
  • Gina Guschlbauer, Axel Friedberg 40,63%
  • Hedwig Worresch, Irmgard Holzinger 35,26%

 

 

 Ausklang

 

Im Anschluss daran wird noch Info ausgetauscht und entspannt getratscht und geblödelt.

Vielleicht findet sich etwas davon bald in unserer Clubzeitung – wer weiß das schon.

Mögen uns die Samstagsturniere erhalten bleiben!

Schaut auf Euch, bleibt gesund und bleibt mir als Bridge FreundInnen erhalten!

  

Alles Liebe,

Inge